4. März 2021
Pressemitteilung: Kiel, 04.03.2021 IG Metall Kiel-Neumünster
Tarifrunde in der M+E Industrie: Rund 350 Beschäftigte beteiligen sich an ersten Warnstreiks
Schmoliner: „Diese Warnstreiks waren erst der Anfang, wenn die Arbeitgeber keine respektablen Lösungen vorlegen“

Zum Auftakt der Warnstreiks bei der IG Metall Kiel-Neumünster haben sich rund 350 Beschäftigte aus den Betrieben GKN Driveline in Kiel und Stryker Trauma in Schönkirchen an ersten Arbeitsniederlegungen in der Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie beteiligt. Die Gewerkschaft rief zum Ende der Friedenspflicht in der Metall- und Elektroindustrie in der Nacht auf Dienstag, 2. März, zu den Arbeitsniederlegungen auf.

In Kiel leiteten alle 60 Beschäftigten der Nachtschicht des Automobilzulieferers GKN Driveline die Warnstreikwelle ein. Sie legten um Mitternacht ihre Arbeit für eine Stunde nieder. Mit Feuertonne und kämpferischen Reden machten die Metallerinnen und Metaller deutlich, dass ein akzeptables Angebot der Arbeitgeber her muss.

Bei Stryker Trauma begann der Warnstreik um 3.30 Uhr in der Nacht zu Dienstag. Bis Dienstagabend wurden alle 3 Schichten für jeweils 3 Stunden zum Warnstreik aufgerufen. Mehr als 300 Beschäftigte beteiligten sich am Standort des Medizintechnik-Unternehmens in Schönkirchen.

Die Forderung der IG Metall an die Arbeitgeber wurde weit sichtbar an die Fassade des Unternehmens gebeamt. In der Metall- und Elektroindustrie fordert die IG Metall ein Volumen von vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate, das zur Sicherung von Beschäftigung und Einkommen eingesetzt werden soll. Neben betrieblichen Zukunftstarifverträgen soll auch über die Arbeitszeitangleichung in Ostdeutschland und die Einbeziehung von Dual Studierenden in die Tarifverträge gesprochen werden.

„Die ersten Warnstreiks haben ein starkes und wichtiges Signal an die Arbeitgeber gesendet“, so Stephanie Schmoliner, 1. Bevollmächtigte der IG Metall Kiel-Neumünster. „Die Arbeitgeber sollten jetzt nicht nur von Lösungen reden, sondern auch echte Angebote auf den Verhandlungstisch legen. Nullrunden und fehlende Beschäftigungssicherung sind keine Lösungen, dass muss allen klar sein“, so Schmoliner weiter. „Wenn das als erstes kraftvolles Zeichen nicht ausgereicht hat – werden wir die Warnstreiks deutlich ausweiten. Wir können auch mit Maske und Abstand Arbeitskampf.“

Beigefügte Bilder können unter Nennung der Fotografen – Herr Olsowski/Bild Fa. Stryker und Herr Karl-Heinz Zimmermann/Bild Fa. GKN - verwandt werden.


Ansprechpartnerin
Stephanie Schmoliner
1. Bevollmächtigte Kiel-Neumünster
Telefon: 0431/200 869-0
E-Mail: stephanie.schmoliner@igmetall.de


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