Beim heutigen industriepolitischen Runden Tisch zur Zukunft der NordAlu GmbH im Neumünsteraner Rathaus verständigten sich die Beteiligten auf konkrete Schritte zur Stabilisierung des Unternehmens und zur Perspektiventwicklung für den Standort.
Widrige Umstände verhinderten die Präsenzteilnahme der Geschäftsführung. Umso wichtiger war, dass die Unternehmensleitung sich trotzdem per Video zugeschaltet hat. Ein Vertreter des Unternehmens hat vor Ort entgegen der Ankündigung nicht teilgenommen. Trotz dieser herausfordernden Konstellation konnten verbindliche Zusagen mit Unternehmensleitung zur Zukunftssicherung hergestellt werden.
Darüber hinaus haben Herr Dr. Engel für das Wirtschaftsministerium Schleswig-Holstein sowie Herr Krasemann und Herr Bopp von der Agentur für Arbeit Neumünster teilgenommen.
Nach eindrücklicher Bekenntnis der Unternehmensleitung zum Standort hat die Unternehmensführung weitreichende Zusagen zur Sicherung der NordAlu ausgesprochen.
„Es ist ein wichtiges Signal, dass heute konkrete Schritte zur Zukunftssicherung der NordAlu vereinbart wurden.“, erklärt Steffen Kreisl, Gewerkschaftssekretär der IG Metall Kiel‑Neumünster. „Gleichzeitig gilt: Wir sind noch nicht am Ziel. Entscheidend ist jetzt, dass wir die Vereinbarungen jetzt gemeinsam umsetzen und die NordAlu wirtschaftlich stabilisieren.“
Die konkreten Zusagen der Unternehmensleitung umfassen die schriftliche Übermittlung der wirtschaftlichen Kennzahlen und Planungen in der KW 24 an den Betriebsrat und den Wirtschaftsausschuss. Auf dieser Grundlage wird in der KW 25 eine gemeinsame Wirtschaftsausschuss-Sitzung mit der Geschäftsführung stattfinden.
Darüber hinaus sichert die Geschäftsführung die fristgerechte Entgeltzahlung für den Juni 2026 zu. Die Geschäftsführung hat zudem glaubhaft versichert innerhalb der kommenden drei Wochen das Problem der fehlenden Energieversorgung zu lösen und die Produktion wieder aufzunehmen.
Unter Moderation von Oberbürgermeister Tobias Bergmann ist darüber hinaus ein Austausch zwischen der NordAlu-Unternehmensführung und dem Inhaber der Immobilie vereinbart worden, um die Frage nach der Zukunft der NordAlu am Standort in der Oderstraße zu klären.
In Anbetracht dieser weitreichenden Maßnahmen, Schritte und Planungen und ist ein zweiter industriepolitischer Dialog im Neumünsteraner Rathaus in der KW 27 vereinbart worden.
Stephanie Schmoliner, Geschäftsführerin und Bevollmächtigte der IG Metall Kiel‑Neumünster, betont:
„Die heute getroffenen Vereinbarungen sind ein wichtiger Schritt. Jetzt kommt es auf eine gemeinsame und schnelle Umsetzung an. Uns wurde mehrfach und glaubhaft versichert, dass die Geschäftsführung alles für die Zukunftssicherung der NordAlu umgehend in die Wege leitet. Wir haben zugesichert den Prozess zu unterstützen und eng zu begleiten.“
Der Betriebsrat der NordAlu unterstreicht die Bedeutung der Ergebnisse für die Belegschaft:
„Die heutigen Vereinbarungen geben den Kolleginnen und Kollegen Klarheit im Zeitablauf. Jetzt kommt es darauf an, dass die Maßnahmen greifen und wir Schritt für Schritt wieder in einen stabilen Betriebsablauf kommen. Die Belegschaft steht dafür bereit und will wieder erfolgreich in Neumünster produzieren.“